Heizwert der beliebtesten Holzarten

Heizwert der beliebtesten 5 Holzarten im Überblick + Vor- & Nachteile

Wenn es draußen wieder früher dunkel wird und am Morgen das Land mit Frost überzogen ist, beginnt die Hochsaison der Kamine und Öfen. Sie sind gerade während der Übergangszeit ein ideales Heizmittel und schenken auch im tiefsten Winter eine behagliche Wärme. Damit sie jedoch für Gemütlichkeit sorgen können, müssen sie mit dem richtigen Brennholz beheizt werden. Dieses entscheidet nämlich nicht nur über den Brennwert, sondern auch über den Schadstoffausstoß sowie die Funkenbildung.

Der Unterschied zwischen Weichholz und Hartholz

Weichholz stammt von Nadelbäumen, wie beispielsweise Fichten oder Kiefern. Sie brennen schneller ab als Harthölzer, haben jedoch einen etwas höheren Heizwert. Da ihre Massedichte etwas geringer ist, nehmen sie im Kamin mehr Platz ein, brennen schneller ab und müssen dementsprechend häufiger nachgelegt werden. Darüber hinaus sollte man Nadelhölzer bei offenen Feuerstellen lieber meiden, da ihr Harz beim Verbrennen spritzt und Funken verstreut werden.

Bei Hartholz hingegen handelt es sich um Laubholz, wie beispielsweise von Buchen, Birken, Eichen oder Eschen. Diese Holzarten haben eine hohe Dichte und somit auch einen höheren Brennwert als Nadelhölzer. Da sie länger brennen und somit weniger Holz zum Heizen benötigt wird, sind sie dementsprechend auch etwas preisintensiver als Weichhölzer. In Privathaushalten sind sie jedoch nicht immer ideal, da die Öfen nach einer Weile schlichtweg zu heiß werden.

Am besten ist es deshalb, verschiedene Holzsorten miteinander zu verbrennen. Dadurch bleiben die Temperaturen konstant und das Haus bleibt lange warm. Hinzu kommt, dass es, aufgrund der verschiedenen Eigenschaften der jeweiligen Hölzer, durch die Verwendung unterschiedlicher Holzarten zu einer vollständigen Verbrennung des Holzes kommt.

Brennholz im Kamin

Heizwerte & Brennwerte beliebter Holzarten im Überblick

Unterschiede bestehen jedoch nicht nur zwischen Hart- und Weichhölzern, sondern auch zwischen den einzelnen Brennholzsorten. Aus diesem Grund werden hier noch einmal die beliebtesten deutschen Brennhölzer vorgestellt:

Holzart Brennwert KWh/rm Brennwert KWh/kg
Buche 2.100 4,0
Birke 1.900 4,3
Eiche 2.100 4,2
Fichte 1.500 4,5
Esche 2.100 4,1

Vorteile, Nachteile & Heizwert – Buchenbrennholz

Die Buche ist eine der beliebtesten Brennholzsorten Deutschlands. Ihr Holz ist besonders hart und besitzt mit einen der höchsten Brennwerte, welcher durchschnittlich bei 570 kg pro m³ liegt. Das Holz brennt lange und gleichmäßig und sorgt damit für eine langanhaltende Wärme im Haus. Zudem eignet sich diese Holzsorte sowohl für Öfen als auch für Kamine und offene Feuerstellen, da sie kaum Funkenflug hat.

Vorteile, Nachteile & Heizwert – Birkenbrennholz

Bei Birke handelt es sich ebenfalls um ein sehr beliebtes Hartholz, welches zum Beispiel in Norwegen schon lange als das Nonplusultra des Kaminholzes gilt. Grund dafür ist ein hoher Brennwert, eine geringe Funkenbildung sowie eine leicht entzündliche Rinde, durch die das Anfeuern nicht länger zum Problem werden sollte. Nachdem das Brennholz abgebrannt ist, bildet sich außerdem eine lang andauernde Glut, die den Raum weiterhin warm hält. Zudem verbreitet Birkenholz aufgrund seiner ätherischen Öle einen angenehmen Geruch bei der Verbrennung und sorgt für ein wunderschönes bläuliches Flammenbild.

Vorteile, Nachteile & Heizwert – Eichenbrennholz

Eichen hatten schon immer eine große Bedeutung für die Entwicklung der westlichen Zivilisation. Sie dienten dem Schiffsbau, der Konstruktion der Westminster Hall sowie der Beheizung unserer Häuser. Der Hauptgrund dafür ist das extrem solide und harte Holz dieses Baumes. Seine Dichte beträgt im Durchschnitt 550 kg pro m³, wodurch Eichenholz in Bezug auf seinen Brennwert einen Spitzenplatz zusammen mit Birkenholz einnimmt. Einer langanhaltenden Wärme steht jedoch ein gewöhnungsbedürftiger Geruch sowie Funkenflug entgegen, weswegen sich die Eiche besser für geschlossene Feuerstellen bzw. Holzzentralheizungen eignet.

Vorteile, Nachteile & Heizwert – Fichtenbrennholz

Fichtenholz brennt schnell und erzeugt die höchste Verbrennungstemperatur. Dadurch eignet es sich hervorragend zum Anschüren bzw. um eine kaltes Haus schnell zu erwärmen. Außerdem hat es einen wundervollen Geruch und aufgrund hoher Abbrandtemperaturen eine gute Partikelverbrennung. Mit einer durchschnittlichen Dichte von 380 kg pro m³ steht es seinen Holzkonkurrenten jedoch in Sachen Brennwert und langanhaltender Wärme etwas nach. Da dieses Holz ebenfalls zur Funkenbildung neigt, sollte es besser für Öfen mit Glastüren verwendet werden.

Vorteile, Nachteile & Heizwert – Eschenbrennholz

Das Holz einer Esche ist besonders stark und widerstandsfähig. Mit einer Dichte von durchschnittlich 550 kg pro m³ besitzt es einen hohen Brennwert und eignet sich hervorragend zum Heizen. Da dieses Hartholz außerdem nur sehr wenig Harz enthält, können hiermit auch offene Kaminstellen beheizt werden, da keine Gefahr vor Funkenflug droht. Unabhängig vom Ofen verfügt dieses Feuerholz jedoch über ein imposantes Flammenbild sowie eine sehr lange Brenndauer und viel Glut, wodurch das Holznachlegen erleichtert wird.

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